Heilung durch Entgiftung und Ausleitung
Nach den Theorien der Ganzheitsmedizin gilt es, vor allen anderen Therapiemaßnahmen eine Entgiftungs- und Ausleitungstherapie als Basismaßnahme durchzuführen. Sie hat das Ziel, chronischen Prozessen vorzubeugen und bei bestehenden Manifestationen von Übergiftungen Linderung und positive Beeinflussung zu erreichen.
Eine Ausleitungstherapie sollte normalerweise 2 mal jährlich (Frühjahr und Herbst) durchgeführt werden. Die erfolgreiche Entgiftung basiert auf der Lösung von Giftstoffen aus den Geweben sowie der Anregung der Ausscheidungsfunktionen von Niere/Blase, Leber, Haut/Schleimhaut, Lunge, Magen-Darm sowie des Lymphsystems.
Alle ausleitenden Verfahren sollten folgende Stufen berücksichtigen:
"Tore öffnen" (z.B. Darmreinigung)
"Müll entsorgen" (z.B. Entgiftung)
"stabilisieren" (z.B. Vitamine, richtige Ernährung, Bewegung)
"regenerieren" (z.B. Organpräparate)
"harmonisieren" (z.B. psychoenergetische Verfahren, wie Hypnose)
Ausleitende Verfahren:
Aderlass
Blutegeltherapie
Baunscheidt
blutiges, unblutiges Schröpfen, Schröpfkopftherapie
Aderlass
Durch den Aderlass geschieht nicht nur eine Verringerung, Entlastung, Reinigung des Blutes, sondern man greift auch tief in das vegetativ-hormonale Geschehen ein.
Beim Aderlass wird dem Patienten Blut abgezogen. Mehr als bei allen anderen Heilmethoden spielen Alter, Krankheit, Geschlecht und Konstitution eine wichtige Rolle. Ebenso ist der Zeitpunkt wichtig, auch ob ein großer oder kleiner Aderlass gemacht wird und ob am Arm oder am Bein Blut entzogen wird.
Aderlass wirkt:
bei verschiedenen Arten lokaler Stauung und Blutüberfüllung,
zur Blutverdünnung,
antiphlogistisch (entzündungshemmend),
blutreinigend, entgiftend,
krampf-/schmerzstillend.
Indikationen:
Alle Formen der Plethora und die daraus resultierenden Krankheitszustände: Kopfweh, Schwindel, Schlaflosigkeit, Schweißausbrüche, Ohrensausen, Nasenbluten, Netzhautblutungen, Kurzatmigkeit, Asthma bronchiale
Hypertonie (hoher Blutdruck),
Asthma cardiale - zur Beseitigung der Lungenstauug, Herzklappenfehler
Stauungen in der Leber und in anderen Organen
Rheuma, Gicht,
chronische Hautkrankheiten,
- Klimakterium,
- zu seltene und spärliche Menstruation, Dysmenorrhoe usw.
Hirudo medicinalis (Blutegel) hat eine Renaissance erfahren und wird heute z.B. auch an der renommierten Berliner Charité bei Affektionen des Bewegungsaparates und/oder Weichteile eingesetzt. Der Erfolg entsteht durch Einwirkung des Tierspeichels auf das Blut des Patienten, das Blut wird dünnflüssiger, der Lymphstrom beschleunigt und die Fließgeschwindigkeit des Blutes verbessert. Glaukom, Iritis
Mandelentzündung und /oder Abszess
Mittelohrentzündung
Leber- und Galle Erkrankungen
Prostataproblemen
Venenleiden-/ Entzündungen an den Beinen
Das Deutsche Arthrose Forum ist Treffpunkt für Hilfesuchende.
www.deutsches-arthrose-forum.de
Baunscheidt Behandlung
Mit Hilfe eines Stichlers wird ein Reiz auf einen bestimmten Hautbezirk gesetzt und anschließend wird in die Stichporen ein spezielles Öl oder Paste eingerieben. Es entsteht ein Ausschlag in Form von Pusteln oder Bläschen außerdem entwickelt sich eine wunderbare, angenehme Wärme in der Haut - so als würde man die Sonne der Kanaren auf der Haut spüren. Die Pusteln bilden sich nach einigen Tagen zurück.
Durch die "Baunscheidtierung" kommt es zu:
einer Reizung der Hautnerven mit Übertragung des Reizes auf die Rezeptoren des Rückenmarks und weiter auf die reflektorisch gekoppelten Organe,
Anregung des Lymphsystems,
Aktivierung der in der Haut gelagerten Abwehrkräfte
Man kann mit dieser Methode 3 verschiedene Wirkungen erzielen:
auf direktem Wege können akute und chronische Neuritiden geheilt werden,
indirekt über die Reflexzonen können schlaffe Organe gekräftigt werden,
man kann Einfluss auf das vegetative und hormonale Geschehen gewinnen.
Schröpftherapie
Die Verwendung von Schröpfköpfen ist sehr alt, älter als Aderlass und Blutegeltherapie.
Man unterscheidet 3 Varianten des Schröpfens:
das trockene Schröpfen
das blutige Schröpfen
die Schröpfkopfmassage
Ob unblutiges oder blutiges Schröpfen angewendet wird, entscheidet die Erfahrung unter Berücksichtigung der Konstitution und des Art der Erkrankung.
Heute nachdem man die Reflexzonen bzw. die Verwandschft gewisser Hautareale mit inneren Organen genau kennt, ist das Schröpfen auf ein wissenschaftliches Fundament gestellt.
Reflexzonen sind Signale aus dem Körperinneren auf die Körperoberfläche. Auf unserer Hautoberfläche kann man wie in einem offenen Buch lesen, da sich hier Funktionsstörungen und Beschwerden zeigen. Reflexzonen kann man als Landkaten der Gesundheit betrachten. Reflexzonenbehandlungen sind das Werkzeug, um körperliche, seelische aber auch spirituelle Krisen besser bewältigen zu können.
Indikationen:
Muskelschmerzen, Muskelkrämpfe,
chronische Arthritis der Wirbelsäule, des Hüft- und Kniegelenkes
Ischias, Lumbago,
rheumatische Schmerzen,
neuralgische Zustände,
Erkrankungen des Kopfes (Kopfschmerzen, Migräne),
Ohrenleiden (Schwerhörigkeit, Schwindel, Ohrensausen)
Mandelentzündung, rheumatischer Schiefhals usw.