Herbstkur
Der Herbst ist die Jahreszeit in der Sauerstoff dominiert. Die Luft ist das wichtigste Lebenselement. Ohne Sauerstoff brennt kein Feuer und alle Vitalfunktionen des menschlichen Organismus kämem zum Erliegen. Dieses "Lebensfeuer" verbrennt im Körper die belastenden Rückstände. Werden diese Ablagerungen nicht verbrannt, sammeln sie sich immer mehr an und werden dann in Säuren und andere krankmachende Stoffe umgewandelt, die gesundes Gewebe angreifen. In erster Linie werden Schlacken im Bindegewebe abgelagert, so kommt es in der kalten jahreszeit häufig zu starken Gelenk-, Muskel, Bandscheibenproblemen usw.
Das Herbst-Organ Lunge ist ein Austauschorgan des Nehmens und des Gebens.
Die Lunge und der Dickdarm entfalten nach traditionell chinesischer Medizin im Herbst ihre größte Aktivität. Die Atmung als wichtige Lungenfunktion wird durch das vermehrte Sauerstoffangebot der Herbststürme unterstützt. Windstille dagegen wird oft von feuchtem oder nebligem Wetter begleitet bei zu wenig Sauerstoff. Ungenügende Sauerstoffmengen machen sich auch an anderen Organen bemerkbar und bei Fehlen dieses lebenswichtigen Stoffes wird die Leistung des dadurch geschwächten Organes reduziert. So sollte bei allen Erkrankungen die im Herbst ausbrechen die Lungen- und die Dickdarmfunktion gestärkt werden.
Auch depressive Verstimmung schwächt die Funktion der Lunge. Depressive Menschen seufzen oft, dies ist ein Indiz für verringerte Lungenfunktion. Depressive sehen alles schwarz und bevorzugen dunkle Farben. Das Gegenteil von schwarz ist weiß. Nach traditionell chinesischer Lehre ist weiß die Farbe der Lunge und des Dickdarms. Die Farbe weiß kräftigt beide Organe und hilft schneller zu gesunden. Die Haut wird von der Lunge kontrolliert. Sie ist die direkte Kontaktstelle zur Umwelt und zu anderen Menschen. Die Zunahme von Hauterkrankungen liegt nicht nur an der starken Umweltbelastung und falschen Ernährungsgewohnheiten sondern in hohem Maße an den Beziehungs- und Kommunikationsproblemen unserer schnellebigen Zeit. Der Dickdarm hat die Aufgabe den Körper zu entgiften. Laut TCM muß die Haut das ausscheiden, was der Dickdarm nicht schafft. Viele Hautunreinheiten und Akne haben ihre Ursache in der Verunreinigung des Darms durch falsche Ernährungsgewohnheiten, insbesondere Milchprodukte und Zucker.
Der Herbst ist aber auch die Jahreszeit des Reifens und der Umwandlung der Vitalität. Die Dunkelheit nimmt einen immer größeren Platz ein und verdrängt das Licht. Die Stimmungsschwankungen, Melancholie, Bedrücktheit bis hin zur Ausweglosigkeit sind Ausdruck der nachlassenden Lichtkräfte.
Der Herbst gilt als kalt und trocken – was einen entsprechenden Einfluss auf den Organismus hat. Der Stoffwechsel wird zurückgefahren und der Energiehaushalt sinkt ab. Durch die fehlende Wärme kommt es zu einer erhöhten Neigung an Erkrankungen. Es kommt zu einer Abkühlung des Magens und somit zu Störungen. Aber auch andere Stoffwechselorgane sind in Ihrer Funktion eingeschränkt, wie z.B. Lunge, Darm, Leber, Niere, Haut.
Durch den kühlenden und trockenen Einfluss des Herbstes kommt es zu Beschwerden, wie:
Erkältungskrankheiten, Infektionen
Trägheit der Kreislauf- und Lympfbewegung
Funktionsträgheit von Leber und Niere
Darmträgheit und Obstipation
Steinleiden
Rheumatische Leiden
Venöse Leiden
Stimmungsschwankungen von Melancholie bis Depression
Therapie:
Die sinnvolle Therapie ist die Stärkung der Immunabwehr - nicht die herkömmliche so genannte „Grippeschutz-Impfung“ mit Runterfahren / Schwächen des Immunsystems.
Denn nur ein gut funktionierendes Immunsystem ist gewappnet gegen Erreger (wie Bakterien, Viren usw.) und diese Eindringlinge haben dann keine Chance.
Wichtig ist ebenso die Anregung der Ausscheidung und des Stoffwechsels.
Immunstimulierend wirken insbesondere:
Homöopathische Grippeschutz-Impfung als Immunstimulans (positive Alternative zur herkömmlichen Grippeschutz-Impfung)
Kur mit Organpeptiden/Organpräparaten (Thymus, Milz, Mesenchym ..)
Eigenbluttherapie (Doping im positiven Sinne)
Vitamin C Hochdosis-Infusionen (absolute Kräftigung/Stärkung)
Ausleitung / Entgiftung
Der Jahreszeit Herbst ist als Hauptorgan die Lunge zugeordnet, Erkältungs-krankheiten treten gehäuft auf.
Die Phythotherapie ist hier eine große Hilfe, hier einige Teerezepte:
Erkältungstee:
Lindenblüten
Mädesüßkraut
Kamillenblüten aa 20.0
Mischen, 1 kräftiger Essl. / 3 Tassen Infus – auf einmal trinken.
Brusttee
10 Teile Anis
10 Teile Süßholzwurzel
20 Teile Isländisch Moos
30 Teile Eibischwurzel
30 Teile Huflattichblätter
Mischen, 1 Essl. auf 1 große Tasse Wasser. Mit kochendem Wasser übergießen, 10 Min. ziehen lassen. Früh und abends 1 Tasse trinken
Schlaftee
Baldrianwurzel 50.0
Hopfenzapfen 30.0
M.S. 1 Teel. / Tasse evtl. mit Honig
Nerventee
Angelikawurzel 25.0
Rosmarinblätter 10.0
Melissenblätter 20.0
Lavendelblätter 10.0
Hopfenzapfen 20.0
M.S. 1 Teel. / 1 Tassen Infus 2 - 3 Tassen tgl.
Sie sollten aber auch zuhause etwas für sich tun:
- Ausreichend Schlaf;
- Bewegung an frischer Luft;
- Ernährung: leichte verdauliche und wärmende Kost im Sinne der traditionell chinesischen Medizin. Wenig Südfrüchte in der kühlen Jahreszeit verzehren (um den Verdauungstrakt nicht in seiner Aktivität zu bremsen), genießen Sie lieber das saisonale Gemüse- und Früchte-Angebot der Region, dass Sie mit vielen Vitaminen und Nährstoffen versorgt;
- Gemüsesorten mit Bitterstoffen bevorzugen: Rosenkohl, Pastinake, rote Beete und Kräuter: Beifuß, Kurkuma, Oregano, Rosenpaprika, Rosmarin, Thymian;
- kein übermäßiger Verzehr von Milchprodukten, insbesondere Milch;
- Bürstungen und Güsse im Sinne einer Kneipp-Kur;
- Tees (siehe oben).